Beim Science-Slam werden Themen aus der Wissenschaft witzig und verständlich erzählt. Daher packe ich vor einem Science-Slam immer meinen trockenen Humor ein und nehme ihn mit auf die Bühne. Dort zeigt sich, wie amüsant Physik tatsächlich sein kann. So sind Klischees beim Science-Slam Pflichtprogramm und werden gerne äußerst sorgfältig gepflegt. Als Beweis gibt es hier die Highlights meiner Auftritte bei Science-Slams.

Einstein-Slam 2013: Die S-Bahn als Atommodell

Während die S-Bahn vielen aus dem Alltag bekannt ist, gilt dies für die Atomphysik überhaupt nicht. Dennoch haben diese scheinbaren Gegensätze eine Menge miteinander zu tun. Wer sich das jetzt überhaupt nicht vorstellen kann, der ist herzlich eingeladen auf Youtube den Mitschnitt meines Auftritts beim Sience-Slam im Rahmen der "Highlights der Physik" in Wuppertal anzuschauen:

Einstein-Slam 2014: Warum sind Elektronen rot?

Ein Elektron mit Fernseher

Im Fernsehen und vielen Schulbüchern werden Elektronen häufig als rote Kügelchen dargestellt, die sich durch enge Leitungen quetschen. Da stellt sich der Physiker zwangsläufig eine Frage: Stimmt dieses hübsche und niedliche Darstellung?

Die Antwort ist schnell gefunden, sie lautet: Nein! So nett wie sie im Fernsehen dargestellt werden sind Elektronen gar nicht. Nun ja, vielleicht nett, aber nicht rot! Damit ergibt sich ein schwerer Widerspruch, denn das Fernsehen hat bekanntlich immer Recht. Allerdings hat auch ein Physiker immer Recht. Wie kann sich also die Physik und das Fernsehen widersprechen? Gibt es vielleicht gar keinen Widerspruch? Sind Elektronen geheimnisvoller als erwartet? Mein Vortrag beim Einstein-Slam in Dresden betrachtet sehr genau die Eigenschaften von Elektronen. Dabei lernt der Zuhörer nicht nur etwas über diese Elementar-Teilchen, sondern auch, wie sich der Streit zwischen Fernsehen und Physik lösen lässt.

Einstein-Slam 2015: Licht auf dem Feldweg

Titelbild des VortragsSeit Albert Einstein seine Relativitätstheorie veröffentlicht hat, gilt die Lichtgeschwindigkeit als unüberwindliche Hürde. Kein Raumschiff, kein Partikel, kein Quant kann schneller sein als Licht. Das gilt aber nur im Vakuum, denn das Vakuum ist die Autobahn für das Licht. Gerät Licht auf den Feldweg, dann sieht die Sache plötzlich ganz anders aus. Wie ein Rennwagen nur schwer auf dem Feldweg voran kommt, so auch das Licht. Nur was ist ein Feldweg für Licht? Welche Teilchen schaffen es, Licht auf dem Feldweg zu überholen? Und was hat das Alles mit einem Stinkefinger zu tun? Antworten auf genau diese Fragen lieferte mein Vortrag beim Einstein-Slam 2015 in Jena.